Schwarz-Grünes Kopfschütteln zum Frei.Wild-Konzert trifft bei Freiheitlicher Jugend & FPÖ auf Unverständnis

„Anstatt froh zu sein, dass der Verein ‚Telfs lebt‘ den Jugendlichen aus der Region die exklusive Möglichkeit bietet, direkt vor der eigenen Haustür eine derart erfolgreiche Band wie Frei.Wild zu erleben, lassen ÖVP und Grüne die Maske fallen und zeigen mit ihrem Kopfschütteln, wo sie ideologisch stehen“, kommentieren der Landesobmann der Freiheitlichen Jugend LAbg. Christofer Ranzmaier und FPÖ-GV Michael Ebenbichler die in Telfs entbrannte Debatte rund um den geplanten Frei.Wild-Auftritt.

„Für uns ist Musik nur Musik, weshalb ich schon massiv darüber verwundert bin, dass ÖVP und Grüne mit ihren Politrülpsern aus einem einfachen Konzert nun plötzlich ein Politikum machen. Auch den Veranstaltern gegenüber ist diese Diskussion äußerst unfair, ‚Telfs lebt‘ bringt Jahr für Jahr zahlreiche Künstler nach Telfs, wo auch bei linkeren Vertretern nie eine politische Diskussion entbrennt – sollten die Toten Hosen einmal nach Telfs kommen, werden weder die Grünen noch die ÖVP irgendwelche Probleme damit haben, selbst ein Reinhard Fendrich oder ein Wolfgang Ambros – die auf der Bühne und in den Medien sogar offen gegen die FPÖ agitieren – werden es ohne politische Diskussion nach Telfs schaffen“, ergänzt Ebenbichler.

Interessant findet Ranzmaier in diesem Zusammenhang vor allem die Wortmeldung der ÖVP-Landtagsabgeordneten Hagele: „Üblicherweise kommen Anti-Frei.Wild Kommentare in diesen Debatten meist reflexartig nur aus extremeren linken Kreisen. Dass sich nun sogar die ÖVP erdreistet, in den Chor der Frei.Wild-Kritiker miteinzustimmen, ist da schon ein starkes Stück und zeigt genau, wo die Tiroler ÖVP mittlerweile ideologisch steht. Mit jenen konservativen Werten, die ÖVP-Wähler von den Vertretern ihrer Partei erwarten, hat diese Wortmeldung auf jeden Fall rein gar nichts mehr zu tun.“, hofft Ranzmaier, dass derartige Aussagen vielen ÖVP-Wählern die Augen öffnen.

„Ich erinnere mich noch an das präventive Gezeter, von dem das Frei.Wild-Konzert damals in meiner Heimatgemeinde Kufstein begleitet wurde. Nach der Veranstaltung hat sich jedoch alles in Wohlgefallen aufgelöst. Vom Kufsteiner Bürgermeister – der bei Gott nicht als ‚Rechter‘ bezeichnet werden kann – über die Stadtpolizei bis hin zum damaligen Grünen Gemeinderat blieb von der anfänglichen Skepsis nicht viel übrig. Der Grüne Gemeinderat meinte nach seinem Konzertbesuch doch gar: ‚In meiner Welt hat diese Band auf jeden Fall Platz.‘ Vor diesem Hintergrund bin ich über die Telfer Diskussion (und vor allem über die Beteiligung der ÖVP) nun doch etwas erstaunt“, wundert sich Ranzmaier, der abschließend festhält: „Wenn Telfs Frei.Wild nicht will, springt Kufstein – anhand der guten Erfahrungen mit Band und Fans – mit Sicherheit gerne ein.“