Es braucht endlich einen Paradigmenwechsel in der Politik was die Förderung vom Lehrberuf betrifft – im Tiroler Landtag diskutierte Petition geht hier in die völlig falsche Richtung.

Angesichts der medial angestoßenen Debatte rund um drohende Abschiebungen von Lehrlingen im Bezirk Landeck stellt der Tiroler Landesobmann der Freiheitlichen Jugend und Jugendsprecher im Tiroler Landtag nochmals klar: „Ein rechtskräftiger negativer Asylbescheid inklusive Abschiebung markiert das Ende eines rechtsstaatlichen Verfahrens, was weder durch ein Ausbildungsverhältnis noch durch sonst irgendwelche Zugeständnisse an diese ungebetenen – weil ohne Asylgrund unter dem Deckmantel des Asyls in unser Land gekommenen – Gäste zu beeinflussen ist“, so Ranzmaier. „Modelle, wonach Asylwerber trotz negativen Bescheids wegen eines laufenden Ausbildungsverhältnisses im Land bleiben sollen dürfen, wie es aktuell zum Beispiel aufgrund einer vorliegenden Petition im Tiroler Landtag diskutiert wird, sind der völlig falsche Weg! Die Lösung des Lehrlings- & Fachkräftemangels nun in der illegalen Migration zu suchen ist ein fatales Signal!“

„Die Sorgen der Wirtschaft – die ich durchaus auch verstehe – sind hauptsächlich der verfehlten Bildungs- und Lehrlingspolitik der vergangenen Jahrzehnte zu verdanken. Die Politik hat das Finden von Antworten auf den besorgniserregenden Lehrlingsschwund der letzten Jahre – allein in Tirol sank die Zahl der Lehrlinge von 2007 bis 2017 trotz aktueller Rekordbeschäftigung von 14.039 auf 10.725 und damit um knapp ein Viertel – jahrelang verschlafen und setzte stattdessen auf (illegale) Zuwanderung“, kritisiert Ranzmaier, der froh ist, dass die türkis-blaue Bundesregierung hier andere Wege geht. „Gerade wenn man sich ansieht, wie das Bildungssystem mit kommunistischen Modellen in Richtung Gesamtschule, die den in diesem Bereich so dringend nötigen Leistungsgedanken völlig unter den Tisch fallen lassen, die vergangenen Jahre herabgewirtschaftet wurde, braucht man sich nicht wundern, warum Eltern ihre Kinder vermehrt in eine bildungspolitische Laufbahn drängen, wo die Option ‚Lehre‘ am Ende des Tages einfach nicht mehr zur Debatte steht und stattdessen leider oftmals perspektivlose Akademiker produziert werden, die vielleicht für eine Lehre begeistert hätten werden können“, kritisiert Ranzmaier, auch Bildungssprecher der FPÖ-Fraktion im Tiroler Landtag die bildungspolitischen Versäumnisse in dem Bereich.

„Die Attraktivierung des Lehrberufs und damit eine Lösung für das Problem des Fachkräftemangels in Zusammenarbeit mit der heimischen Jugend, die ja wirklich interessiert und leistungsbereit ist, kann nur über eine 180-Grad-Wende in der Bildungspolitik passieren, einhergehend mit einer massiven Aufwertung des Lehrberufs. Man muss unseren Lehrlingen, Gesellen und Meistern wieder jene Wertschätzung sowohl monetär als auch ideell entgegenbringen, den sich der Handwerksstand – ohne den unser Land nicht funktionieren kann – auch verdient“, fordert Ranzmaier auch von der Landesregierung endlich Taten in diesem Bereich anstatt „dass Ideen wie ‚Bleiberecht für abzuschiebende Lehrlinge‘ bei uns ernsthaft diskutiert werden.“

„Wenn manche Politiker mit derselben Energie um die Zukunft der heimischen Jugend kämpfen würden, wie sie die Rechtsstaatlichkeit gerade im Bereich der illegalen Migration beiseite zu schieben versuchen, dann wäre dieses Problem wohl längst gelöst“, attestiert Ranzmaier. „Nachdem wir Politiker uns wohl zuallererst um die heimische Bevölkerung und deren Wohl zu kümmern haben, wäre unseren politischen Mitbewerbern gerade in dieser Frage der Slogan der aktuellen Kampagne der Freiheitlichen Jugend ‚Jugend fördern statt Zuwanderung fordern‘ als Handlungsmaxime ans Herz gelegt“, so Ranzmaier abschließend.

 

Wer sich über unsere Kampagne „Jugend fördern statt Zuwanderung fordern“ informieren möchte, kann sich hier unseren Kampagnenflyer dazu ansehen.