Linksextremismus offensichtlich in Schwaz salonfähig

Als „schockierend“ bezeichnet Benjamin Kranzl, Bezirksobmann des Rings Freiheitlicher Jugend, die Anfragebeantwortung des Ausschusses für Jugend und Familie im Gemeinderat der Stadt Schwaz. Dieser antwortete auf eine Anfrage zu einem Auftritt einer lokalen Band, die laut Kranzl dem linksextremen Spektrum zuzuordnen sei. Für Kranzl sei die Anfragebeantwortung „realitätsfremd, revisionistisch und politisch äußerst bedenklich“. Das Jugendzentrum Yunit halte die Band für unpolitisch und unbedenklich, obwohl die Texte von Gewaltverherrlichung und linksextremen Parolen nur so strotzen. Für Kranzl verharmlost Yunit damit den Kommunismus.

In der Anfragebeantwortung wird etwa Ché Guevara als „Symbol für Freiheit“ glorifiziert. Kein Wort darüber, dass er ein mörderischer Söldner war. Kein Wort wird darüber verloren, dass er Menschen erschießen ließ und politische Gegner, sowie Homosexuelle in Arbeitslager deportiert wurden. Auch seine Aussagen über Juden und Schwarze werden gänzlich ignoriert.

Zwar sprechen bereits die aggressiven Texte für sich, die zu Gewalt und Hass gegen den Staatsapparat aufrufen. Doch auch in Hinblick auf die Symbolik, die die Band verwendet, zeigt sich, dass sie sich nicht von den Verbrechen des Realsozialismus distanzieren kann oder will. Die Zeichen seien laut Yunit allesamt Symbole, welche von der Musikgruppe verwendet würden, um eine berühmte Band zu imitieren.

Man will also nichts mit Extremismus am Hut haben, aber die Verwendung der genannten Symbole wird nicht bestritten. „Ob die Bandmitglieder es nun möchten oder nicht, ihre Symbolik und Texte sind eindeutig an den Realsozialismus angelehnt. Sie dürfen sich daher nicht wundern, dass sie dem linksextremen Spektrum zugeordnet werden“, meint Kranzl. Die Gefährlichkeit dieser Bands liege für ihn darin, dass sie sich unpolitisch geben und so einen falschen Eindruck bei Jugendlichen vermitteln.

Diese Mischung aus mangelndem historischen Bewusstsein und fehlender Sensibilität machen aus solchen Konzerten jugendgefährdende Plattformen. Öffentliche Einrichtungen wie das Yunit dürfen diesen Bands keine Bühne bieten. Das Yunit ist eine Einrichtung der Stadtgemeinde Schwaz und wird von der Stadt subventioniert und hat deshalb auch eine politische Verantwortung, nämlich die Vereinbarkeit mit unseren demokratischen Grundsätzen zu gewährleisten. Der RFJ fordert deshalb eine klare Distanzierung von jugendgefährdenden Inhalten und keine weiteren Konzerte bedenklicher Musikgruppen.