Abkehr von Traditionen, um Migranten nicht zu verärgern ist indiskutabel

Es ist eine wunderschöne Tradition und ein Fest für die ganze Familie, wenn jedes Jahr rund um den 11. November, Kinder mit ihren Laternen oder Fackeln die Straßen in unserem Land erhellen. Umso mehr irritieren die Bestrebungen, den heiligen St. Martin aus den Kindergärten zu verbannen.

„Leider müssen wir bereits seit mehreren Jahren beobachten, dass immer mehr Kindergärten das Martinsfest, samt seiner wichtigen sozialen Botschaft, kurzerhand abschaffen und stattdessen zu inhaltslosen „Laternenfeste“ oder „Sonne-Mond-und-Sterne-Feste“ einladen, so Haslwanter, Ehrenobmann des RFJ Tirol. Begründet wird diese Maßnahme damit, dass Kindergärten und Schulen ein glaubensfreier Raum sein sollen und das Martinsfest eine Diskriminierung gegenüber Menschen anderer Kulturen darstelle. Unzählige Medienberichte im Internet, die sich genau mit diesem Thema beschäftigen, bestätigen für den RFJ Tirol die unverständliche Entwicklung.

RFJ-Landesobmann Jäger führt aus: „Das Martinsfest stellt soziales Engagement in den Mittelpunkt. Es ist absurd zu behaupten, es wäre in irgend eine Weise diskriminierend. Viel mehr wird hier in Eigenregie eine weitere, ungerechtfertigte Beschneidung unserer Traditionen vorgenommen.“

Der RFJ Tirol fordert ein klares Bekenntnis zum Martinsfest, sowie spürbare Maßnahmen gegen den schleichenden Kulturabbau. Konkret sollen neben dem Martinsfest, auch Nikolaus-, Weihnachts- und Osterfeierlichkeiten verpflichtend in allen öffentlichen Kindergärten abgehalten werden, wie Jäger und Haslwanter betonen.

„Wenn Elternteile glauben, ihren Kindern derartig schöne Feste vorenthalten zu müssen, dann wird sie keiner zur Teilnahme zwingen. In jedem Fall muss jedoch gewährleistet sein, dass öffentliche Institutionen das Angebot zur Vermittlung unserer Traditionen bereitstellen“, schließt Haslwanter.