Lehrstellen zu fördern ist zielführender als einen Verdrängungswettbewerb zu starten

Zutiefst schockiert zeigte sich RFJ-Tirol Obmann Christoph Jäger über den neuesten Vorstoß von ÖGB-Chef Erich Foglar. Dieser schlägt vor, dass Firmen eine Förderung bekommen, wenn sie Asylanten einstellen. „Das ist ein katastrophales Signal und de facto eine Kriegserklärung an einheimische Arbeitnehmer, welche dafür Steuern zahlen sollten, damit Fremde sie leichter von ihren Jobs verdrängen können“, mokiert sich Jäger über den Vorstoß des ÖGB.

Noch fassungsloser ist Jäger, dass dieser Vorstoß aus den Reihen der Gewerkschaft kommt: „Der ÖGB ist eigentlich die Interessensvertretung der österreichischen Arbeitnehmer. Ich frage mich, wie das im Interesse der österreichischen Arbeitnehmer sein kann, wenn Asylanten am Arbeitsmarkt bevorzugt werden.“

Für Jäger ist es viel wichtiger, Lehrstellen zu fördern: „Firmen einen Anreiz zu geben, zusätzliche Lehrstellen zu schaffen, würde die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen besser bekämpfen, als durch Ausbildungspflicht und Schulungen die Arbeitslosenstatistik zu beschönigen. Foglars Vorstoß führt nur dazu, dass Ressentiments geschürt werden und einheimische Jugendliche auf der Strecke bleiben.“